Die meisten „Passwort vergessen“-Links landen in deinem Haupt-E-Mail-Postfach. Kommt jemand dort hinein, sind auch deine anderen Konten in Gefahr. Ein Sicherheitscheck muss deshalb nicht alle Konten auf einmal abdecken. Fang mit der E-Mail an.
Eine Regel vorab: Öffne die Einstellungen immer über die offizielle Website oder App, nie über einen Link in einer „Sicherheitswarnung“ per E-Mail oder SMS. Gefälschte Sicherheitswarnungen gehören zu den häufigsten Phishing-Tricks.
Schritt 1: Wie meldest du dich an?
- Nutzt du das E-Mail-Passwort auch woanders? Dann ersetz es durch eines, das nur für dieses Konto gilt.
- Schalte die Bestätigung in zwei Schritten ein oder richte einen Passkey ein und folge dabei der offiziellen Anleitung des Dienstes, zum Beispiel der Bestätigung in zwei Schritten bei Google.
- Konten von Arbeit oder Hochschule verwaltet oft ein Administrator. Frag im Zweifel dessen Support.
Schreib nie Passwörter, Codes oder Wiederherstellungscodes in deine Aufgabenliste. Die Liste hält fest, dass du etwas geprüft hast, nicht das Geheimnis selbst.
Schritt 2: Wer hat Zugriff?
- Angemeldete Geräte: Unbekannte in den offiziellen Sicherheitseinstellungen genauer ansehen und abmelden, wenn sie nicht dir gehören.
- Verbundene Drittanbieter-Apps: die entfernen, die du nicht mehr nutzt.
- Weiterleitungsregeln im Postfach: Eine unbekannte Regel könnte deine Mails unbemerkt an jemand anderen schicken.
Bei geteilten oder beruflichen Konten entferne keine Zugriffe, bevor du weißt, wer sie nutzt.
Schritt 3: Kannst du das Konto noch wiederherstellen?
Stell sicher, dass Wiederherstellungsnummer und Ersatz-E-Mail noch dir gehören und erreichbar sind. Bietet der Dienst Wiederherstellungscodes an (etwa die Back-up-Codes von Google), bewahre sie in einem Passwortmanager oder auf Papier auf, an einem anderen Ort als deine Aufgabenliste.
Dann weiter zu den anderen Konten
Wenn die E-Mail erledigt ist, wende dieselben drei Schritte auf Bank, Zahlungsdienste, Cloud-Speicher und deine wichtigsten sozialen Netzwerke an. Schaffst du nicht alles auf einmal, notiere den Rest als Folgeaufgaben.
Findest du Anzeichen für einen Einbruch, etwa unbekannte Anmeldungen oder Nachrichten, die du nicht gesendet hast, brich den Routinecheck ab und folge sofort dem offiziellen Wiederherstellungsprozess des Dienstes.
Eine Runde mit dem Timer
Dreißig Minuten in drei Teilen:
- 5 Minuten Konten wählen: dein Haupt-E-Mail-Konto plus zwei, drei der wichtigsten anderen.
- 15 Minuten Anmeldung und Zugriff prüfen: Passwörter, Bestätigung in zwei Schritten, Geräte, Apps, Weiterleitungen.
- 10 Minuten Wiederherstellung prüfen und abschließen: Telefonnummer, Ersatz-E-Mail, Codes und offene Punkte.
Ändere Sicherheitseinstellungen nicht in Eile. Pausiere den Timer, wenn nötig.
Wie es weitergeht
Kopiere die Checkliste für persönliche Kontosicherheit und hak jeden Punkt ab. Wenn du schon in deinen Konten bist, such auch gleich nach vergessenen Abbuchungen: Abos und automatische Verlängerungen prüfen.
Quellen
Teilweise nach HowToLiveBetter von eternity4719 und Mitwirkenden (Stand 14. Oktober 2026), lizenziert unter CC BY 4.0. Todo & Timer hat Schritte und Beispiele neu geschrieben.
Verwendete Einträge aus dem Buch: Kapitel 14, „Konto- und Datensicherheit“: 14.1 · 14.2 · 14.3 · 14.6 · 14.7 · 14.10.